Ohne ID-Kontrolle in Zug!
Wir waren ohne ID-Kontrolle in der Bossard-Arena und dies mit gutem Grund. Wir sind nach wie vor nicht bereit, unsere Ausweise von teilweise dubiosen Sicherheitsfirmen scannen zu lassen, welche mancherorts selbst das grösste Sicherheitsrisiko in Schweizer Stadien darstellen. Dass dies am Samstag gelang, war zweifelsfrei ein Erfolg, der uns allen zu verdanken ist. Wir müssen uns aber auch bewusst sein: Unsere Verhandlungsmacht in der Nationalliga B ist um Welten höher als es dies in der Nationalliga A war. Mit unserer Masse haben wir auch schon Winterthurs Ticketpreise senken können. Und mit offenen Augen gehen wir auch in die Zukunft.
Hoffentlich nicht nur wir. Wir sehen es nach wie vor als die Aufgabe aller Schweizer Hockeyfanszenen, sich praktisch gegen das Konzept der ID-Kontrollen einzusetzen. Der Match am Samstag ging völlig reibungsfrei über die Bühne – trotz, oder eben gerade wegen dem fehlenden ID-Scan. Als Fanszene(n) müssen wir uns mehr denn je als vereinspolitische Kräfte begreifen und gerade im eigenen Club dafür sorgen, dass der ID-Scan keine Zukunft hat. Wir wissen: Die Vereine sind unter gehörigem Druck der Polizeikonkordate. Aber sie sind eben auch selbst Akteure. Und gegenwärtig sind besonders die Vereine mit neuen Stadien an einem Eishockeysport interessiert, der sich an ein zahlungskräftiges Publikum richtet und sich nicht mit dem Pöbel auf den Rängen herumschlagen will. Geben wir also Gegensteuer.
Die nächste Vogelperspektive in Magazinform wird sich ausgiebiger mit dieser Frage auseinandersetzen. Sie erscheint im Februar/März 2020.